Bilder

Spiel mit Perspektiven und Strukturen

Ob sie nun aus der Welt des Abstrakten entspringen oder dem Realismus verhaftet sind, meine Kunstwerke sind ein Spiel mit Dimensionen und Perspektiven. Verschiedenste Techniken und Medien kommen zum Einsatz – von traditionellen Pinsel- und Spachteltechniken mit Acrylfarben und Strukturpasten über Bleistiftzeichnungen bis hin zu innovativen Methoden, bei denen 3D-Drucke als Relief Teil des künstlerischen Ausdrucks werden.

Das Werk, das neben diesem Text erstrahlt, transformiert das Winzige ins Monumentale. Ein Zigarettenstummel, der in Wirklichkeit kaum zwei Zentimeter misst, entfaltet sich auf einer Leinwand von 120x60cm. Mit akribischer Sorgfalt und einem photorealistischen Ansatz habe ich die Acrylfarben Schicht für Schicht aufgetragen, um jedes noch so kleine Detail – die Textur des Papiers, die Asche, die sich am Boden sammelt – zum Leben zu erwecken und dem Betrachter nahezubringen. Die übertriebenen Dimensionen des Objekts laden zum Innehalten ein und wecken Assoziationen, die über das Sichtbare hinausgehen.

Die Inspiration für dieses Bild fand ich in einer wissenschaftlichen Studie über die Nutzung von simuliertem Rauchen als Unterstützungsmittel zur Überwindung der Nikotinsucht. Durch die Kunst wird hier ein alltägliches Symbol der Sucht in ein Werkzeug der Reflexion verwandelt, das den Dialog über Gewohnheiten, Abhängigkeit und die Möglichkeit der Befreiung davon anregt.

Studie über die Wirkung von simuliertem Rauchen

In meinen surrealen Schöpfungen entführe ich den Betrachter in abstrakte Landschaften, die die Grenzen unserer Realität verschwimmen lassen. Diese Welten sind nicht nur visuelle Fluchten, sondern auch Einladungen, sich geistig auf eine Reise ins Ungewisse zu begeben.

Das hier vorgestellte Diptychon fängt die atemberaubende Dynamik einer Karotte ein, die – unerwartet lebendig – mit der Geschwindigkeit eines Rennwagens durch eine wüstenähnliche Szenerie schießt. Die aufgewirbelte Staubwolke, die fast greifbar in plastischer Manier dargestellt ist, und die fließenden Übergänge der Sonnenuntergangstöne von Gelb über Orange bis hin zu Rot, schaffen eine Atmosphäre, die sowohl hitzig als auch humorvoll ist.

Die Kontraste und die Bewegung in den Bildern sind eine Metapher für den unwahrscheinlichen, aber kraftvollen Einfluss, den selbst die unscheinbarsten Dinge haben können, wenn sie in einen anderen Kontext gestellt werden. Die Sonne, die in beiden Bildern dominiert, ist nicht nur eine Lichtquelle, sondern auch ein symbolischer Ankerpunkt, der Wärme, Energie und das unablässige Voranschreiten der Zeit verkörpert.

Diese Komposition ist ein Spiel mit dem Absurden und dem Möglichen, ein visuelles Gedicht, das die Frage aufwirft, was geschehen könnte, wenn die gewohnte Ordnung auf den Kopf gestellt wird und das Banale das Spektakuläre wird.

Im Streben nach einer Fusion von Kunst und Mathematik habe ich mich in den letzten Jahren der Schaffung plastischer Kunstwerke gewidmet, bei denen ich die Präzision geometrischer Formen, produziert durch den 3D-Druck, mit der handwerklichen Finesse des traditionellen Malens verbinde.

Das vorgestellte Werk, mit den Maßen 100cm x 80cm, ist das Ergebnis eines mehrmonatigen Prozesses, in dem drei unterschiedliche mathematische Funktionen zum Tragen kommen. Jede Funktion gestaltet ein einzigartiges Relief, das in Ausschnitten präsentiert und individuell farblich akzentuiert wird. Der schlichte Rahmen mit Schattenfuge lenkt dabei den Fokus auf das lebendige Innenleben des Bildes.

Die Entstehung dieses Bildes begann mit der spielerischen Erkundung mathematischer Formeln, die in faszinierende Strukturen mündeten. Diese wurden zu 3D-Modellen verarbeitet, gedruckt und auf eine feste Unterlage montiert. Durch Schleifen und Spachteln entstanden glatte Übergänge, welche die Basis für die anschließende farbliche Gestaltung bildeten. Die Maltechnik, die hier zum Einsatz kam, ist ebenso komplex wie das Bild selbst: Eine Vielzahl an transparenten Farblasuren, die aufgetragen wurden, um die Wirkung des Lichts zu intensivieren und zu variieren.

Das Kunstwerk ist eine Hommage an das Spiel des Lichts und seine Wirkung auf unsere Wahrnehmung. Mit jeder Stunde wandelt sich das Erscheinungsbild des Bildes – sei es durch das natürliche Licht, das durch die Fenster fällt, oder durch künstliche Beleuchtung. Die Lasurtechnik verstärkt diesen Effekt noch, indem sie die scheinbar einheitliche Farbe in eine symphonie aus zwanzig oder mehr transparenten Schichten verwandelt, die je nach Lichteinfall subtil ihre Nuancen verändern.